How about Cycling

Halbzeit…
Wow, das ging schnell…
Irgendwie…

Während sich die ersten 12 Wochen zogen wie Kaugummi, ziehen die Wochentage nur so an mir vorbei.
Büro, Baustelle, Schlafen. Ok…fast hätte ich Essen vergessen aufzuzählen.
Die kleine Murmel wächst, gedeiht und ist kaum mehr zu übersehen.
Ich war nie die Art Frau die sich dachte, dass man dringend schwanger werden und ein Kind bekommen muss. Ich hab irgendwie so mein Ding gemacht und hab mir gedacht, dass alles schon in Ordnung ist, so wie es eben ist. Aber alles im Leben ändert sich irgendwann 😉

Murmel

Mittlerweile genieße ich es sehr dem kleinen Zwerg beim Wachsen zuzusehen. Zu beobachten, wie mir dieses kleine Wesen sehr wohl mitteilt, was ihm passt und was nicht. Wie es mir eine verpasst, wenn ich blöd sitze, oder liege, oder es einfach nur Hallo sagt.

Sportlich hatte ich zu Beginn der Schwangerschaft hohe Erwartungen.
Vor allem an mich selbst. Wollte ich doch Rennrad fahren und vielleicht ein bisschen laufen und Krafttraining. Ja, das sowieso.
Es kommt aber der Zeitpunkt an dem man sich eingestehen muss, dass man nicht mehr allein entscheidet, was man tut und was nicht. Es fiel mir zu Beginn sehr schwer zu akzeptieren, dass das jetzt eben nicht mehr so geht und das nicht mehr allein mein Willen entscheidet.

Und so hab ich es neben all den Dingen die zu erledigen sind, der riesigen Baustelle zu Hause (schließlich muss die Wohnung ja fertig saniert werden, damit wir drei genug Platz haben) und dem Job eben nur auf eine handvoll Einheiten Kraft und ein wenig Rennrad gebracht. Geduld ist eben nicht wirklich meine Stärke. Jedenfalls nicht was Geduld mit mir selbst angeht. Aber ich bin sicher, die nächsten Monate werden mir das beibringen.

Apropos Rennrad. Da sind wir doch auch schon beim richtigen Thema.
Wenn ich mit der Murmel auf dem Rad unterwegs bin, ist das auch immer ein wenig Spiesroutenlaufen. Damit hatte ich irgendwie nicht gerechnet. Was heißt nicht gerechnet, ich habe das einfach nicht im geringsten eingeplant, noch für möglich gehalten.

Die einen schauen dich nach dem Motto an „Warum muss die dicke Frau in so engen Klamotten Rad fahren?“
Und dann haben wir noch die, die dich anschauen, als wärst du dabei, dein Kind noch im Mutterleib umzubringen. Wissentlich. Ohne Rücksicht auf Verluste.
Verantwortunglos sowas. Pfui, pfui.
Daran musste bzw. muss ich mich erst noch gewöhnen. Schließlich weiß man ja selbst am besten, was man tun kann und was einem gut tut.
Und die Ausflüge auf dem Rad sind super schön für uns. Gemütlich durch die Gegend kurbeln. Schliesslich soll das Kind ja schon früh mitbekommen, was es in Zukunft erwarten wird 🙂

Spätestens am Wochenende, wenn der Ironman in Frankfurt vor der Tür steht, wird mich das Rennrad jedenfalls wiedersehen. Für einen kleinen Ausflug an die Radstrecke. „Einen kurzen Abstecher ins Leben vorher“
Mal schauen wie viele Leute da wieder wissen was eigentlich nicht gut für uns ist 🙂

 

 

Ein Kommentar zu „How about Cycling

  1. Meine Liebe, wie soll denn der Zwerg lernen, was gut für ihn ist (Sport, Natur), wenn ihn die Mama nicht schon frühzeitig daran gewöhnt? 😉 Im Ernst – für die zweite Hälfte alles Gute, pass gut auf Euch auf – Du wirst schon am besten wissen, was richtig ist!
    P.S. Ich hoffe, der Teddy zur Geburt ist schon gekauft und wartet schon auf den Zwerg 🙂

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