Zugegeben, es war ja Wieder einige Zeit still hier.
Genau genommen seit irgendwann nach dem Rennsteiglauf…

Tja, so ist das nun mit dem #momlife.
Ziele gab es keine mehr, der Rennsteiglauf und somit der Wiedereinstieg waren geschafft und somit war das Laufen auch irgendwie nebensächlich.
Der kleine Mann wuchs und wuchs. Die Nächte blieben genauso holprig und unruhig wie vorher auch schon und somit war das Laufen ab und an Begleiter. Meistens mehr schlecht als recht. Immer völlig ko nach ein paar hundert Metern, immer mit viel zu hohem Puls. Nun ja, was will man erwarten, wenn man ständig das Spiel „Der Wiedereinstieg vom Wiedereinstieg“ spielt.

Also musste ein Plan her. Seitdem ich laufe habe ich mich noch nie mit meiner Leistungsfähigkeit auseinandergesetzt. Das sollte sich jetzt aber ändern.

Ich habe schliesslich ein Ziel für 2020. Also ging es zur Leistungsdiagnostik. Mit ziemlich großer Angst. In meiner Vorstellung hatte ich mir ausgemalt, ich müsse auf dem Laufband rennen und während des Laufes auf und wieder abspringen um meinen Laktaktwert zu messen. Ich sah mich schon mit aufgeschlagenem Gesicht und gebrochener Nase da sitzen.
Die Angst wurde mir jedenfalls sehr schnell genommen. Ich durfte einfach normal durchlaufen, ohne anhalten zu müssen. Wenn es nicht mehr ging, sollte ich mich einfach bemerkbar machen.

Gesagt, getan. Ich hatte vorher noch gefragt, ob die Jungs mit hohen Pulswerten umgehen könnten. Hätten sie schon mal gesehen, bekam ich jedenfalls als Antwort.
Das Ganze war ziemlich schnell vorbei. Nach 15 Minuten hatte ich meine Kotzgrenze erreicht. Nicht mein Tag scheinbar. Letztenendes waren die beiden Jungs aber doch sehr überrascht, was sie da auf ihrem Monitor sahen. 😀 ich hatte ja schließlich gefragt, ob sie hohe Pulswerte gewohnt sind.

Die Auswertung ergab, was ich schon vermutete. Sehr lange, sehr, sehr langsam laufen, um eine Grundlagenausdauer aufzubauen. Möglichst langsamer als 7:30/km und die Herzfrequenz muss unter 199 bleiben. Ja, ja, ihr habt euch nicht verlesen. Sie mussten doch sehr schmunzeln als sie sagten, sie hätten noch nie jemandem Training in diesen Pulsbereichen aufgeschrieben. Aber es sei alles stimmig. Was soll ich sagen..ich falle halt immer irgendwie auf 😀

Nun war ich also schon einmal schlauer. Dennoch wollte ich es nicht dabei belassen und wieder einfach ins Blaue trainieren. Ein Coach musste her und zwar ein weiblicher, der Erfahrung mit Sport und Mama-sein hat. Lang überlegen musste ich ja da nicht. Meine Wahl konnte nur auf jemand ganz bestimmten fallen. Mehr dazu dann in den kommenden Wochen.

Ab jetzt startet der Trainingsplan. Das erste Mal werde ich kontrolliert an mir arbeiten. Das wird sicher sehr spannend. Und wahrscheinlich auch ziemlich anstrengend, aber von nichts kommt nichts. Und ich weiß das ich für mein Vorhaben hart arbeiten muss.

In den Jahren vor der Schwangerschaft und Minimes Geburt hatte ich aber auch noch ein anderes Herzensprojekt. Mein Spendenprojekt für das Kinderhospiz Mitteldeutschland. Vor nunmehr 2 Jahren habe ich bereits 4000 Euro für das Kinderhospiz erlaufen können. Zusammen mit eurer Hilfe. Und das möchte ich wieder tun. Ich habe lange überlegt, ob ich noch einmal starten soll, oder nicht. Aber das Kinderhospiz ist mir einfach zu wichtig. Gerade und vor allem jetzt, wo Minime die Hauptrolle in meinem Leben spielt.

Also beginnen wir von Vorn. Ein Neustart. Für mein Projekt 2020 und für das Kinderhospiz.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich wieder zahlreich unterstützt. Den Link zur Spendenplattform findet ihr hier: Tu Gutes und renn dafür.