Work-Life-Balance

Tja, da war Einiges los in den letzten Wochen.
Work-Life-Mom-Balance heißt das Zauberwort. Es läuft nicht immer alles rosig und das mir (genau wie nach der Geburt) jetzt wieder eine große Umstellung bevor stand, war irgendwie auch klar.
Das es droht, mich so aus der Bahn zu werfen, war allerdings nicht klar.
Mir jedenfalls nicht.
Anderen Mamis in meinem Umfeld wahrscheinlich schon.
Die haben es eben einfach auch schon durch.
Die erste Woche lief wunderbar. Zurück zur Arbeit, sich wieder mit Dingen befassen außerhalb einer Welt von Spielzeug und Windeln, dazu noch einige Tage in der Woche an denen ich Zeit für meinen Sohn habe. Jackpot. Trainingsplan lief auch.
Sarah war zufrieden. Ich war zufrieden. Die Anspannung ab und an schob ich darauf, das es einiges neu war und ich mich neu finden musste.
Und eines schönen Mittwochs…zack. Schwindel und Übelkeit. 4 Tage lang ging nichts mehr. Weder vor noch zurück. Ein paar Arztbesuche, eine Infusion, und doch Blutwerte die wider erwartend sehr gut aussahen.  Wieder 4 Tage Trainingsausfall. Verdammt.
Ja nun, eine Situation in der guter Rat teuer ist. Und in der einem auch keiner helfen kann, jedenfalls nicht so richtig. Alle mehr oder weniger ratlos.
Bis mir bewusst wurde, es ist alles nur in meinem Kopf. Ich lag im Bett und war furchtbar aufgeregt, kam nicht zur Ruhe, konnte nicht runterfahren, mich nicht beruhigen. Schwindel und Übelkeit nahmen Schlagartig zu.
Der Magen ist eben das zweite Gehirn (würde mein Mann jetzt sagen).

Unbewusst war ich Dauergestresst. Mann und Sohn zu Hause. Ich im Büro. Trotzdem denkt man darüber nach, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Ob man den Sohn einfach „abwälzt“, weil man nun eben wieder arbeiten gehen muss und möchte.  Ob er nicht einfach noch zu klein dafür ist. Ob der Mann das schafft, der sich ja kümmern muss, wenn er vom Dienst nach Hause kommt. Ob die Schicht nun hart war, oder nicht. Wie läufts mit dem Weg zur Arbeit und dem Weg nach Hause? Klappt da alles, bleibt noch genug Zeit um alles zu erledigen, was man erledigen muss und möchte.
Ist noch genug Zeit für die Familie? Für Mann und Kind.
Im Kopf noch ein paar Projekte, die man gern angehen und umsetzen möchte.
Gefühlt forderte alles Aufmerksamkeit. Dazu kam das Gefühl nicht alles unter einen Hut zu bekommen. Bzw. nicht alle, gerecht zu werden. Sich selbst auch nicht.
Und zack, hat der Körper mal die „Notaus“- Taste gedrückt.

Nachdem ich das wusste, wurde es besser. Immer ein Stückchen. Ich fing an, die Trainingseinheiten als ganz egoistische Zeit für mich zu betrachten. Ohne groß Gedanken an zu Hause zu verschwenden. Weil ich wusste, hier gibts den weltbesten Papa, der sich wundervoll kümmert, um Kind und Haushalt und mir so viele Freiräume ermöglicht. Also kann ich mich in der Zeit des Trainings einfach nur auf mich konzentrieren. Und die Zeit zu Hause mit den beiden auch viel besser genießen und nutzen. Gleiches gilt, fürs Büro. Genauso, wie er sich drauf verlässt, dass es umgedreht genauso ist. Eigentlich nicht so schwer. Man muss nur in der Lage sein sich selbst zu reflektieren und  zu begreifen was passiert.

Und so wurde mir bewusst, es ist doch genau das was ich will. Das möchte ich sein. Mama und Sportlerin. Arbeitende Mama und Sportlerin. Und das man sich da eben neu finden muss, ist ja auch irgendwie klar. Und wenn das Leben einen Gang höher schaltet, rumpelt es eben immer ein bisschen. Wichtig war zu erkennen, dass es der richtige Weg ist. Das man sich nicht verunsichern lassen sollte, wenn es manchmal ein wenig holprig wird. Sondern genau das die Zeiten sind, in denen man auf sich vertrauen muss. Auf sich und sein Bauchgefühl. Und das man weiß, eine Familie zu haben, die einem immer den Rücken stärkt. Egal was kommt.

Die letzte Woche lief dann wieder nach Plan. Treppentraining, Es stehen nun regelmäßig Treppentraining, Intervalle, Longruns, Laufschule etc. auf dem Plan. Bei Wind und Wetter. Und so langsam spielt sich das neue Leben ein. Ich werde routinierter und besser. Manche Einheiten fallen mir leichter und ich merke, dass ich mich wohler in meinem Körper fühle.
In diesem Sinne: Sport frei.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wir sind immer für dich da und halten dir den Rücken frei. Einfach nur, weil Du es für uns genauso machen würdest. 😊😘

    Liken

    1. Katrin sagt:

      ♥️♥️

      Gefällt 1 Person

Schreibe eine Antwort zu Running Firefighter Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s